Kunden, die in einen Liquiditätsengpass geraten, weil sie Fondsanteile des offenen Immobilienfonds CS Euroreal derzeit nur schwer verkaufen können, bietet die Postbank zwei Lösungen an: Sie verspricht in einer Mitteilung Privatkunden in Notlagen, Fondsanteile zum aktuellen Rücknahmepreis zu übernehmen.
Dies würde den Kunden sofort Liquidität geben und ihnen den Abschlag ersparen, den sie bei einem möglichen Verkauf über die Börse hinnehmen müssten. Allen anderen Privatkunden räumt die Postbank alternativ eine zinsgünstige Liquiditätshilfe für die Dauer der Aussetzung der Rücknahme der Anteilsscheine des Immobilienfonds ein. Die Kunden bleiben dann im Besitz ihrer Fondsanteile und können an der weiteren Wertentwicklung des Fonds teilhaben. Zudem wird die Postbank die Auszahlpläne ihrer Kunden bedienen.
Bei der Postbank haben ca. 100.000 Kunden in einem Volumen von rund 1,6 Milliarden Euro Anteile des Immobilienfonds CS EUROREAL erworben. Das Fondsmanagement der Credit Suisse (Deutschland) AG hatte am 31. Oktober wie viele andere Gesellschaften auch die Aussetzung der Rücknahme eingeleitet, um eine ordnungsgemäße Verwaltung und Fortführung des CS EUROREAL zum Schutze der Anleger sicherzustellen.
Die Aussetzung der Anteilscheinrücknahme ist zunächst auf drei Monate befristet und hat nach Aussage der Credit Suisse aus heutiger Sicht keine Auswirkungen auf die Fondsrendite. Während der Rücknahmeaussetzung wird die tägliche Anteilpreisermittlung in gewohnter Weise fortgeführt. Auch der Erwerb von Anteilscheinen am CS EUROREAL ist weiterhin möglich.